Videoüberwachung im Betrieb: Gerichtsverwertbarkeit nur bei Straftaten

Das BAG hat in seiner Entscheidung vom 22.09.2016, Az.: 2 AZR 848/15 kürzlich klargestellt, unter welchen Voraussetzungen Ermittlungs- und Kontrollmaßnahmen des Arbeitgebers auch ohne Kenntnis der betroffenen Arbeitnehmer zulässig und gerichtsverwertbar sind. Im Mittelpunkt steht hier „lediglich“ die Videoüberwachung, jedoch ist eine Anwendung auf andere Maßnahmen naheliegend.

Im vorliegenden Fall hat ein Arbeitgeber zur Aufklärung von Warenfehlbeständen eine zusätzliche Videoüberwachung installiert. Im Vorfeld seiner Aktion lag ein Anfangsverdacht gegen einige Mitarbeiter vor. Während der Kontrolle geriet eine zu Beginn nicht verdächtige stellvertretende Filialleiterin in den Fokus.

By | 2018-04-01T16:15:15+00:00 März 18th, 2018|Arbeitsrecht|